Die Ratgeber erklären die Regeln, die hinter den Rechnern stehen, und sie tun es in der Reihenfolge, in der sie im Alltag auftreten: erst die Lohnabrechnung und die Steuerklassen, dann die Steuererklärung, danach die Lohnersatzleistungen, schließlich Immobilien, Kapitalanlage und Altersvorsorge. Jeder Text nennt die Vorschrift, auf die er sich stützt, das Jahr der verwendeten Werte und den Punkt, an dem die Regel typischerweise missverstanden wird, denn dort entstehen die Fehler und nicht bei der Rechnung selbst. Der häufigste davon betrifft den Grenzsteuersatz, der immer nur für den zuletzt verdienten Euro gilt und nie für das gesamte Einkommen. Keiner dieser Texte ist eine Steuerberatung, und wo eine Entscheidung von der persönlichen Lage abhängt, sagt der Ratgeber, welche Angaben dafür nötig sind, statt eine Empfehlung zu geben.

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Ratgeber

Verständliche Artikel zu Steuern, Sozialversicherung und Finanzen in Deutschland, mit Beispielrechnungen und Verweisen auf unsere Rechner.

Häufige Fragen

Für wen sind die Ratgeber geschrieben?

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die verstehen wollen, warum auf ihrer Abrechnung steht, was dort steht, und was sie daran ändern können. Jeder Beitrag erklärt zuerst die Regel, dann die Ausnahme, und rechnet sie an einem Beispiel vor. Vorkenntnisse im Steuerrecht sind nicht nötig.

Auf welche Quellen stützen sich die Ratgeber?

Auf die Gesetzestexte selbst, die Programmablaufpläne des Bundesfinanzministeriums, die Verlautbarungen der Sozialversicherungsträger und die veröffentlichte Rechtsprechung. Wo ein Betrag oder eine Frist genannt wird, ist die Fundstelle nachvollziehbar; die Seite Methodik führt die verwendeten Quellen und den Rhythmus ihrer Überprüfung auf.

Wie melde ich einen Fehler in einem Beitrag?

Über das Kontaktformular, mit Angabe der Seite und möglichst der Vorschrift, die Ihrer Ansicht nach nicht zutrifft. Wir prüfen gegen den geltenden Text, korrigieren bei bestätigtem Fehler und erklären andernfalls die Abweichung. Eine Korrektur wird auf alle Seiten übertragen, die dieselbe Angabe verwenden.

In welcher Reihenfolge sollte man die Ratgeber lesen?

Beginnen Sie mit den Steuerklassen und der Sozialversicherung: beide erklären, warum die Abrechnung so aussieht, wie sie aussieht. Danach folgen die Themen, die Sie selbst beeinflussen können, etwa Werbungskosten, Homeoffice oder Altersvorsorge. Die Beiträge sind einzeln lesbar und verweisen aufeinander, wo es nötig ist.

Werden die Ratgeber an neue Gesetze angepasst?

Ja. Beiträge, die Beträge oder Fristen nennen, werden nach jeder einschlägigen Änderung überprüft, mindestens aber zum Jahreswechsel. Die Datumszeile über dem Text nennt den Tag der letzten inhaltlichen Änderung, nicht das Tagesdatum, damit Sie erkennen, worauf Sie sich stützen, und veraltete Angaben nicht für aktuell halten.

Kann ich einen Ratgeber zu einem bestimmten Thema vorschlagen?

Gern, über das Kontaktformular. Wir greifen Themen auf, die viele Beschäftigte betreffen und zu denen die Rechtslage schwer zugänglich ist. Fragen zu einem konkreten Einzelfall können wir dagegen nicht beantworten, weil Steuerberatung in Deutschland allein Steuerberatern und Lohnsteuerhilfevereinen vorbehalten ist.

Quellen

Wie diese Ratgeber aufgebaut sind

Jeder Text nennt drei Dinge, bevor er rechnet: die Vorschrift, auf die er sich stützt, das Jahr der verwendeten Werte, und den Punkt, an dem die Regel im Alltag missverstanden wird. Der häufigste dieser Punkte betrifft den Grenzsteuersatz, der immer nur für den zuletzt verdienten Euro gilt und nie für das gesamte Einkommen; der zweithäufigste die Steuerklasse, die den monatlichen Abzug steuert, nicht die Jahressteuer. Beide Irrtümer führen zu falschen Entscheidungen, die sich mit einer Rechnung allein nicht korrigieren lassen, weshalb die Ratgeber den Mechanismus erklären und nicht nur das Ergebnis nennen.

Die vier Rubriken

Die Steuer-Grundlagen behandeln den Einkommensteuertarif, die Steuerklassen, den Solidaritätszuschlag und die Steuererklärung, also die Regeln, die jede Lohnabrechnung betreffen. Die Sozialversicherung erklärt die fünf Zweige, ihre Beitragssätze und die Beitragsbemessungsgrenzen, aus denen sich fast alle Überraschungen einer deutschen Abrechnung erklären. Vorsorge und Investment vergleichen die drei Schichten der Altersvorsorge sowie die Besteuerung von Kapitalerträgen. Immobilien und Erbschaft schließlich behandeln die Nebenkosten eines Kaufs, die Grundsteuerreform und die Freibeträge der Erbschaftsteuer, die sich alle zehn Jahre erneuern und deshalb eine Planungsgröße sind.

Grenzen dieser Texte

Keiner dieser Ratgeber ist eine Steuerberatung, und keiner ersetzt den Bescheid der zuständigen Stelle. Wo eine Entscheidung von der persönlichen Lage abhängt, nennt der Text die Angaben, die dafür nötig sind, statt eine Empfehlung auszusprechen. Die verwendeten Werte werden zum Jahreswechsel angepasst; ändert sich ein Betrag im Laufe des Jahres, wird das unter Aktuelles mit dem Datum des Inkrafttretens vermerkt.